Sven Weigt fordert eine echte Perspektive für das Badische Staatstheater

Nach wochenlanger Ungewissheit hofften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters auf Anfang November, denn dann sollte eine Lösung präsentiert werden. Die Verschiebung der angekündigten Verwaltungsratssitzung vom 4. auf den 30. November sorgt jetzt für weiteren großen Unmut. Sven Weigt fordert den Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters insgesamt, insbesondere aber den Oberbürgermeister als stellvertretenden Vorsitzenden, auf, in der Frage um den Verbleib von Intendant Spuhler am Badischen Staatstheater, schnell Klarheit zu schaffen.

Die Verlegung der bereits terminierten Verwaltungsratssitzung von Anfang auf Ende November – und damit unmittelbar vor die OB-Wahl in Karlsruhe hat den Anschein, die Situation weiterhin aus wahltaktischen Gründen verzögern zu wollen. Das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verdient, erklärt Sven Weigt.

Das Badische Staatstheater ist ein Aushängeschild für Karlsruhe. Die Vorgänge der letzten Wochen und Monate schaden dem Ruf des Theaters und der Stadt jedoch in erheblichem Maße. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiden unter dieser unerträglichen Situation. Auch die Besucher haben kein Verständnis für diese Situation, hat Sven Weigt aus vielen Gesprächen in den letzten Wochen erfahren.

„Die aktuelle Situation am Badischen Staatstheater ist so nicht länger tragbar“, erklärte Sven Weigt. Um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen, hat er mit zahlreichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Hauses, dem Chorvorstand, dem Orchestervorstand, Besucherinnen und Besuchern sowie mit der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters gesprochen. „Der gesamte Verwaltungsrat – vor allem der OB als stellvertretender Vorsitzender des Gremiums – ist im Interesse aller Beteiligten in der Pflicht, schnell Klarheit zu schaffen, wie es weitergeht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es nicht verdient, so allein gelassen zu werden. Aus Gründen der Fürsorgepflicht ist eine Entscheidung zu treffen, die vor allem eine echte Perspektive für die vielen Beschäftigten ist. Nach den intensiven Gesprächen, die ich geführt habe und die mich eine große Verbundenheit aller Beteiligten mit dem Badischen Staatstheater spüren ließen, kann ich mir nicht vorstellen, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der jetzigen Generalintendanz in der Zukunft möglich sein soll.“

„So schnell als möglich muss wieder ein vertrauensvolles Klima innerhalb des Badischen Staatstheaters herrschen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher wollen wieder stolz auf ihr Theater sein können“, so Sven Weigt abschließend.